Geschichte

Geschichte der «KWACAKWORO ASSOCIATION»

Idee zur Gründung einer Stiftung

Die Idee zur Gründung einer Stiftung anlässlich des Besuchs des Ethnologen Dr. Oswald Iten (zu Besuch bei Kwacakworo in der Gesellschaft von Ursula Kohlbacher, Till Lincke und dem britischen Journalisten Peter Martell).

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23./24. März: Oswald Iten, Ursula Kohlbacher, Kwacakworo, Till Lincke

Zusammenfassung

2018
2018

Neubelebung der Stiftungsvision

Nach Jahren des Zweifelns wurde die Idee einer «Kwacakworo Stiftung» neu entfacht. Ein Besuch von Oswald Iten im März brachte das Projekt ins Rollen. Im Dezember besuchte er Kwacakworo erneut, diesmal in Begleitung von Fachpersonen des Völkerkundemuseums Zürich, die sich für die ethnografische Sammlung interessierten.

2019
2019

Vertiefung der Museumskooperation

Im Zentrum des Jahres stand die Zusammenarbeit mit dem Ethnographischen Museum Zürich. Bei einem Treffen mit Prof. Beckry Abdel Magid übergab Kwacakworo zahlreiche Unterlagen, Tonbänder und Fotografien. Das Museum zeigte deutliches Interesse an einer langfristigen Übernahme des Materials.

2020
2020

Vergleich und Dokumentation

Eine Reise nach Kenia und in den Südsudan brachte neue Impulse. Besonders das „African Heritage“-Museum in Nairobi inspirierte die Idee eines lebendigen Kulturhauses in Davos. Ein 3D-Scan des Hauses wurde erstellt, und Tonaufnahmen von Lesungen folgten – ein erster Schritt zur musealen Dokumentation

2021
2021

Erste Annäherung an die Universität

Auf Initiative von Prof. Paolo Suter besuchte der Rektor der Universität Zürich das Haus. Begleitet von führenden Vertreterinnen des ethnographischen Museums entstand ein erster freundschaftlicher Austausch. Damit öffneten sich Türen für eine mögliche Kooperation mit der Universität.

2022
2022

Strukturen und Öffentlichkeit

Da die Universität keine Immobilien annehmen konnte, wurde die Vereinsgründung vorangetrieben. Es gelang, über 30.000 Franken von Unterstützerinnen und Unterstützern zu sammeln. Die Webseite www.kwacakworo.com ging online, und Kwacakworo wurde Ehrenbürger des Südsudans – ein Höhepunkt des Jahres.

2023
2023

Gründung der Association

Am 30. August wurde die «Kwacakworo Association» offiziell gegründet. Die lokale Verankerung in Davos wurde gestärkt, ein Vorstand gebildet und erste Vereinsstrukturen etabliert. Auch das Haus wurde umgestaltet und mit neuen Beschriftungen, Einrichtungen und einer 3D-Dokumentation versehen.

2024
2024

Konsolidierung und Öffnung

Das Jahr war geprägt von Strukturreformen: «Task Forces» wurden gebildet, Aufgaben verteilt. Zahlreiche Veranstaltungen wie ein öffentlicher Dialog und ein Meditationsabend fanden statt. Über 400 Gäste besuchten das Haus. Die Residency für Künstler:innen nahm Form an, und neue Mitglieder wurden gewonnen.

Details

2018

Die Idee einer «Kwacakworo Stiftung» schlummert im Unterbewusstsein, verkommt zu einem «wishful thinking» – einem wenig realistischen Traum.

Ende Jahres (am 12. Dezember) allerdings bringt Oswald Iten (wieder er!) neues Leben in das schon fast erloschene Feuer seiner Idee: er besucht Kwacakworo in seinem Haus mit zwei Verantwortlichen des Ethnographischen Museums der Universität Zürich, dem Davoser Dr. Thomas Laely und dem Griechen Dr. Alexis Malefakis Das Zürcher Völkerkundemuseum möchte gerne Kwacakworos ethnographische Sammlung übernehmen.       

2019

Im Zentrum des Jahres steht das ethnographische Museum der Universität Zürich, mit einem Besuch von Prof. Beckry Abdel Magid (Universität Winona, Minnesota, USA) im Museum mit einem langen Meeting (im Beisein von Duscha Kistler und Roman Stocker) mit der Direktorin Prof. Mareile Flitsch und Kurator Dr. Alexis Malefakis am 4. August 2019.

Als Folge dieses Gesprächs kam Alexis Malefakis nach Davos, um hier mehrere Kisten von Unterlagen (Dokumente, Tonbandaufnahmen mit Nagra-Tonband, sämtliche Anyuak Dia-Fotografien, handgeschriebenes Wörterbuch usw.) ins Museum mitzunehmen.             

2020

Anlässlich einer Reise in den Südsudan in Begleitung von Simona Sabljo, Joane Holliger, Roman Stocker, Napoleon Adok Gai und Ted Mwabili (organisiert von Napoleon Adok Gai und – in Kenia – von Ted Mwabili) im Januar und Februar 2020 wurden in Nairobi in Kenya zwei Museen besucht: das Karen Blixen Museum und das «African Heritage» Museum. Besonders das «African Heritage» kann mit Kwacakworos Haus in Davos verglichen werden: dieses ist zwar sehr viel kleiner und bescheidener aber dennoch ebenso reich an Kulturgütern aus Afrika und Afghanistan und dabei viel lebendiger und inspirierender als das grosse Gebäude ausserhalb Nairobis. Die Idee der Gründung einer «Kwacakworo Stiftung» erschien nun realistischer, nicht nur in kultureller, sondern sogar in touristischer Hinsicht (das «African Heritage» ist eine der grössten Sehenswürdigkeiten Nairobis).

Alexis Malefakis vom Museum in Zürich kommt nach Davos, um hier ein Inventar der im Hause befindlichen Gegenstände von ethnographischem Interesse zu erstellen (mit Fotografien).

Ende Juni bringt Dr. Malefakis den deutschen Fotografen Dr. Klaus Powroznik nach Davos; Dr. Powroznik wird am 24. September eine Aufnahme des ganzen Hauses in 3D erstellen, später auch Tonaufzeichnungen von Lesungen durch Kwacakworo erstellen. Die Dokumentation in 3D wurde von der Universität Zürich, die Tonaufnahmen von Kwacakworo bezahlt.

2021

Auf Initiative von Prof. Dr.med. Paolo Suter, kommt am 26. Februar 2021 der Rektor der Universität Zürich, Prof. Michael Schaepman, in Begleitung von Prof. Suter und der Direktorin des ethnographischen Museums der Universität Zürich, Prof. Mareile Flitsch, zu einem ersten Gespräch nach Davos. Die Frau des Rektors, Prof. Gabriela Schaepman, wird später hinzustossen. Mit diesem Besuch beginnt ein freundschaftliches Verhältnis zu Herrn und Frau Prof. Schaepman, welche sich mit den Anliegen einer künftigen «Kwacakworo Stiftung» (oder «Association») auseinandersetzen.

2022

Kwacakworos Absicht, das Haus der Stiftung der Universität Zürich zu vermachen, erweist sich als nicht realistisch; die Stiftung akzeptiert Geld aber keine (unverkäuflichen) Immobilien. Das Projekt, Künstler und Forscher nach Davos einzuladen, könnte jedoch auf die Unterstützung der Universität zählen.

Der Rektor der Universität Zürich, Prof. Schaepman, schickt einen Journalisten (Stefan Stöcklin) nach Davos, um Kwacakworo bei der Universität bekannt zu machen (Artikel in «Alumni») und veranlasst eine Expertise des Zustandes des Haus Perner (durch die Firma «baulink») in Davos.

Im Hinblick auf eine Zusammenarbeit zwischen der Universität Zürich und der Gemeinde Davos, trifft sich Rektor Prof. Schaepman (begleitet von seiner Frau Gabriela), am 22. Januar mit Kwacakworo und dem Davoser Landammann Philipp Wilhelm.

Suche nach finanzieller Unterstützung

Als elementare Vorbereitung zur Gründung einer «Kwacakworo Foundation» war die Suche nach Sympathisanten, also nach Freunden und Bekannten, welche bereit sein könnten, das Vorhaben finanziell zu unterstützen. über 70 der angeschrieben 212 Bekannten machten eine Überweisung an das eröffnete Konto bei der Credit Suisse, so dass Mitte des Jahres schliesslich knapp über 30’000 Franken zusammenkamen.

Suche nach Vorstandsmitgliedern

Während seiner Aufenthalte in Davos in der Schweiz traf sich Prof. Abdel Magid («Kibrit») mit der Leitung des ethnographischen Museums der Universität Zürich, mit dem Rektor der Universität Prof. Michael Schaepman, dem Ethnologen Dr. Oswald Iten, dem Davoser Landammann Philipp Wilhelm, der Mediationsexpertin der ETH Zürich, Joane Holliger, und mit Kwacakworos Notar Andreas Flütsch. Die Suche nach Personen, die gewillt wären, Prof. Beckry Abdel Magid in seinen Bemühungen zu unterstützen, Verantwortung zu übernehmen und die geplante Stiftung zu führen, war schwierig (das Interesse war gross, aber die für diese Aufgabe nötige Zeit nicht vorhanden), aber Joane Holliger, Christian Grünig, Napoleon Adok Gai und Andreas Flütsch (als Rechtsberater) erklärten sich (als erste) bereit, dem Vorstand der geplanten Stiftung beizutreten. Die Bereitschaft dieser Vorstandsmitglieder ist umso höher einzuschätzen als diese für ihre Mühe und ihren Zeitaufwand ja nicht entschädigt werden – ihr Einsatz ist grossartig!

Erstellung einer umfassenden Homepage

Ende des Jahres, im November 2022, war die Arbeit an der umfassenden, vom Davoser Webdesigner Daniel Krähenbühl ausserordentlich schön gestalteten Homepage www.kwacakworo.com abgeschlossen. Die Homepage erzählt Kwacakworos ganzes Leben, von seiner Jugend in Davos, von seinen Literaturstudien in Frankreich und Schweden, seiner Tätigkeit als Professor für französische Literatur bis hin zu seinen Forschungen im Südsudan, seiner Arbeit als Kommandant von Friedenstruppen in den Nuba Bergen, seiner Arbeit als Delegierter des IKRK in Afghanistan, Zentralasien und im Sudan, als Friedensberater der Schweizer Regierung im Südsudan und schliesslich auch von seiner Arbeit als Schriftsteller. Auf der Homepage findet man Zugang zu Kwacakworos Dissertation, seinen Schriften und Büchern und kann seinen Reisen und Erfahrungen durch eindrückliche Fotografien nachgehen. Die Homepage enthält zudem ein Kapitel über Kwacakworos Visionen für die Zeit nach seinem Ableben, der Gründung einer «Kwacakworo Association» mit dem (Alexis Duclos’ Dokumentation findet sich auf der Webseite, unter «Ehrungen»).

Programm einer «Residence for artists, researchers and writers». Aus biographischer Sicht war das Highlight des Jahres die Übergabe des Passes des Südsudans an Kwacakworo als Ehrenbürger des Südsudans im Oktober 2022, durch Napoleon Adok Gai als Gesandten des Präsidenten Salva Kir. Im Beisein von Kwacakworos Freundinnen und Freunden und Repräsentanten der Schweizer Regierung dankten Landammann Philipp Wilhelm, IKRK-Ehrenmitglied Prof. Jürg Kesselring, Botschafterin Amme-Béatrice Bullinger und (per Video zugeschaltet) Präsident Salva Kir, Vize-Präsident Riek Machar, Verteidigungsministerin Angelina Teny, Prof. Peter Adwok Nyaba und Prof. John Gai, sowie – aus den US zugeschaltet – Prof. Beckry Abdel Magid Kwacakworo für seinen Einsatz für Frieden und Menschenrechte. Im Auftrag des Präsidenten des Südsudans überreichte Napoleon Adok Gai (Director of Communications der Regierung) den Pass des Südsudans. Kwacakworo ist der erste und bisher einzige Ehrenbürger des Südsudans. Joane Holliger hatte diesen ganz besonderen Anlass organisiert: die Gemeinde Davos stellte die Rathausstube zur Verfügung, je 1000 Fr. wurden vom Staatssekretariat und von der Peace and Human Rights Division des EDA bezahlt; Napoleon Adok Gai steuerte weitere 1000 Fr. bei und Joane Holliger als Organisatorin beglich die restlichen Kosten des Anlasses (Mittagessen im Hotel Grischa usw.); Kwacakworo hatte den Pariser Fotografen Alexis Duclos zu diesem Anlass eingeladen

2023 – das Jahr der Gründung

In Vorbereitung der Gründung der «Kwacakworo Association» wurde der Vorstand erweitert und Davos als Zentrum für kulturelle Aktivitäten etabliert.

Die «Kwacakworo Association» wurde am 30. August 2023 formell gegründet.

Die offizielle Gründung eines Vereins (der «Kwacakworo Association»)

war der Höhepunkt des Jahres. Weil am 31. August der 80. Geburtstag von Kwacakworo gefeiert wurde, waren fast alle Mitglieder des Boards anwesend (Daniela Ambühl-Losa, Ladina Alioth, Hans Wehrli, Christian Grünig, Andres Flütsch, Michelle Kläger, Jürg Kesselring und, Napoleon Adok Gai aus dem Südsudan, sowie – als  Zeugen – Marguerite Pillonel aus Frankreich und Ted Mwabili aus Kenya; Joane Holliger traf allerdings erst am Abend des 30. August in Davos ein und Beckry Abdel Magid war – weil in Amerika – an der Teilnahme verhindert. Die Versammlung fand im «Atrium» (Farngarten) hinter dem Haus statt.

Marguerite Pillonel kreierte das künftige Logo und gestaltete das Gründungsdokument der Association.

Gründungsversammlung (30.August)
Prof. Jürg Kesselring und Napoleon Adok Gai mit dem Logo der Association

Interne Organisation des Vereins

Am 7. Februar gelang es, die Association auch in Davos selbst zu verankern: durch Zufall (einem Besuch von «Dienstagfrauen» bei Kwacakworo) konnten zwei in Davos lebende Frauen zur Mitarbeit gewonnen werden: die Mittelschullehrerinnen Daniela Ambühl-Losa und Ladina Alioth fanden sich bereit,  ihre kostbare Zeit auch für die Ziele eines kulturell orientierten Vereins zu verwenden; weil das Haus als Sitz der Stiftung sich ja in Davos befindet und viel Arbeit deshalb hier anfällt, war eine lokale Verwurzelung äusserst wichtig. Ein junger Politiker, Joshua Verhoeven, übernahm als erster Sekretär die Verantwortung für die Finanzen und die Verbindung zu Gönnern und Mitgliedern. Das von Kwacakworo in den Vorjahren gesammelte Geld (über 30’000 Franken) wurde im September 2023, nach der Gründung der Association, von Kwacakworo auf ein neu eröffnetes Konto bei der Graubündner Kantonalbank überwiesen.

Am 24. März fand in Davos ein Meeting mit dem Davoser Landammann, dem Rektor der Universität Zürich, drei Rechtsanwälten, Ladina Alioth und Daniela Ambühl-Losa statt: diskutiert wurde die Rechtsform der geplanten Association (Verein oder Stiftung) und auch eine mögliche Erbschaft des Hauses Perner. Ein Verein wurde als die geeignetste, weil flexibelste Lösung angesehen. «Kwacakworo Association» wurde zum neuen Namen der geplanten Stiftung und damit zu einem Verein.

Haus Perner

  • Im Hinblick auf Versammlungen im «Atrium» hinter dem Haus, wurde als Regenschutz eine grosse Marquise
  • Im Hinblick auf den Aufenthalt von Kunstschaffenden, Forschenden oder Schriftsteller/innen, wurden die Eingangstore zum 2. und 3. Stock nach unten verschoben; die mittlere Toilette befindet sich nun nicht mehr im Treppenhaus sondern innerhalb der Wohnung. Der ganze Eingangsraum wurde neugestaltet und von Jean-Claude Cornut neu gestrichen.
  • Beschriftung aller im Haus aufgehängten Fotos

Arbeit an Dokumentationen

  • Dokumentation über die Geschichte und die Aktivitäten der Association: Geschichte der Stiftung (Kwacakworo)
  • Sitzungsprotokolle (Joshua),
  • Verträge (Andres Flütsch)
  • Foto Dokumentation des Hauses in 3D Fotograf Klaus Powroznik stellt eine Fotodokumentation in 3D her und stellt diese auf Kwacakworos Homepage kwacakworo.com (s. «Footprints» mit Pfeil links). Diese Dokumentation wurde von der Universität Zürich bezahlt (4’150 Fr.).

Mitglieder

Vor der Gründung der «Kwacakworo Association», hatten ca. 72 Personen Kwacakworos Idee durch grosse, grössere oder kleinere Geldgaben (mit Total über 30’000 Fr.) unterstützt; diese Personen wurden nach der Gründung automatisch zu Mitgliedern (für ein Jahr) ernannt.

Seit der Gründung der Association Ende August erhielt die Association einen grossen Gönnerbeitrag von Ladina Alioths Familie und konnte Familie Dr. Peter Holzach, Cyril Alther und Walter Gruber) als neue Mitglieder willkommen heissen.

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Verbindungen zum Südsudan

Die Hoffnung, dass es Napoleon Adok Gai, unserem Vorstandsmitglied aus dem Südsudan, gelingen würde, einen Zweig der «Kwacakworo Association» im Südsudan zu gründen, wurde noch nicht erfüllt.

Finanzen

Einnahmen

Vom Gönnerbeitrag durch Kwacakworo (seiner Geldsammlung von über 30’000 Fr.) abgesehen und einem einzigen Mitgliederbeitrag gab es keine Einnahmen.

Ausgaben

Für seine Aktivitäten verbuchte der Verein nur wenige Ausgaben; diese betrafen den «Tag der offenen Tür» (Getränke), die Generalversammlung, das Drucken und den Versand von Weihnachtskarten, einen Beitrag an die neue Ausgabe des Buches «Why Did You Come If You Leave Again?» und den Lohn des Geschäftsführers Joshua Verhoeven und seinen Nachfolger Arif Hizlan.

Alle anderen Ausgaben wurden von Beckry Abdel Magid (Neuausgabe des Buches) und Kwacakworo (Institutionen im Haus; die Kosten für Investitionen, für Besucher, das Entgelt für Michelle Klägers Arbeit am Buch usw.) wurden von Beckry Abdel Magid oder direkt von Kwacakworo bezahlt.

Vom Gönnerbeitrag durch Kwacakworo (seiner Geldsammlung von über 30’000 Fr.) abgesehen und einem einzigen Mitgliederbeitrag gab es keine Einnahmen.

Suche nach finanzieller Unterstützung

Dank Roger Kunz, einem der Hauptgönner, trat Kwacakworo in Kontakt zum Leiter der Graubündner Kantonalbank, Martin Trepp.

Verbindungen zur Gemeinde Davos

Im März fand eine grosse Diskussionsrunde im Davoser Rathaus statt (siehe oben)

Verbindungen zu Universitäten, Museen und anderen kulturellen oder wissenschaftlichen Instituten

Die Verbindungen zum Ethnographischen Museum der Universität Zürich flachten ab. Persönliche Beziehungen zum Rektor der Universität Zürich blieben bestehen (der Rektor schickt einen Journalisten der «Alumni» nach Davos mit dem Ziel, Kwacakworo unter Universitätsleuten bekannter zu machen).

Im März fand eine grosse Diskussionsrunde im Davoser Rathaus statt (siehe oben)

2024 – das erste Vereinsjahr

Interne Organisation des Vereins

In der nun bereits langen Geschichte der «Kwacakworo Association» bleibt das Jahr 2023 ein entscheidender Durchbruch in Erinnerung; aus einer Idee und einer Vision war eine Realität geworden; mit der Gründung des Vereins wurde das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.

Im Jahr 2024 wurde der Verein einer breiteren Öffentlichkeit (in Davos) bekannt gemacht – einerseits durch einen weiteren «Tag der offenen Tür» und andererseits durch einen öffentlichen Anlass im Kulturplatz, einem Gespräch mit «keinem Geringerem als» Prof. Jürg Kesselring.

Neue Vereinsstrukturen

2024 sollte das Jahr der Konsolidierung der begonnenen Arbeit werden; erste Lehren aus den gemachten Erfahrungen wurden gezogen. Es hatte sich gezeigt, dass die Führung der Association in Davos zeitlich stark beansprucht war, um allen Anforderungen gerecht werden zu können. Die meisten Vorstandsmitglieder wohnten nicht in Davos und konnten deshalb nicht aktiv zum Erfolg der Aktivitäten beitragen – die regelmäßigen Zoom-Meetings waren für die Davoser zwar eine psychologische, aber keine praktische Unterstützung.

Anlässlich eines Besuchs von Prof. Beckry Abdel Magid, dem Motor und Leiter der Association, im Frühjahr in der Schweiz wurde die Struktur des Vereins diskutiert und neu gegliedert: Obwohl das Hauptgewicht der Aktivitäten gezwungenermaßen weiterhin in Davos liegt, sollten künftig auch die übrigen Vorstandsmitglieder verstärkt Verantwortung übernehmen.

Die «Kwacakworo Association» wurde in sogenannte Task Forces aufgeteilt:

  • für die Aktivitäten in Davos
  • für die Finanzen (inkl. Spendensuche)
  • für die Arbeit an Kwacakworos Büchern
  • für ethnographische Inhalte
  • für die Beziehungen zum Südsudan
  • für Veranstaltungen
  • für die Pflege des Hauses in Davos

Die Task Force Davos wurde personell erweitert, um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Hauptverantwortung blieb bei Prof. Beckry Abdel Magid, der in den USA lebt. Er koordiniert die Organisation, Online-Meetings und die Geschäftsführung (inkl. einem bezahlten Geschäftsführer). Auf die Ernennung eines Deputys wurde vorerst verzichtet.

Erste Generalversammlung

Die erste Generalversammlung der «Kwacakworo Association» fand am 23. März 2024 in Davos statt – es war die erste offizielle Versammlung mit Mitgliedern. Alle vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Neu dabei sind Martina Holzach, Eugène Lacoste und David Vincent (Südsudan). Anita und Andreas Hofer verstärken die Task Force Davos.

Obwohl die Einladung zur Versammlung nicht fristgerecht erfolgte, war der Anlass ein voller Erfolg. Die Generalversammlung – umsichtig organisiert von Daniela Ambühl-Losa, Ladina Alioth und Joshua Verhoeven – war sehr gut besucht und verlief in freundschaftlicher Atmosphäre.

Arbeit an neuen Statuten

Im November 2024 begann die Überarbeitung der Statuten durch Beckry Abdel Magid, Joshua Verhoeven und Andres Flütsch – als Vorbereitung auf die Generalversammlung 2025.

Veranstaltungen im Jahr 2024

  • 26. Februar: Lesung bei den Mittelschullehrerinnen der SAMD (ca. 25 Personen), organisiert von Dr. med. Caroline Gerber.
  • 5. Oktober: Meditationsabend mit Martina Holzach im «Raum der Götter und Dämonen» zum Thema buddhistisches Lebensrad (18 Teilnehmende).
  • 9. November: «Tag der offenen Tür» bei gutem Wetter. Organisiert von Anita Hofer mit Unterstützung von Jean-Claude Cornut, Nicole Wantschina, Joshua Verhoeven und Ladina Alioth. Rund 50 Besucher, Zeitungsbericht in der Davoser Zeitung.
  • 5. Dezember: Öffentlicher Dialog zwischen Prof. Jürg Kesselring und Kwacakworo im Kulturplatz Davos.
    → Das Video ist auf YouTube abrufbar: Zum Video

Besucher:innen

Im Verlauf des Jahres besuchten über 400 Personen – einzeln oder in Gruppen – das Haus. Ein Gästebuch soll künftig an diese Begegnungen erinnern.

Veränderungen im Haus

  • Die Eingangstüre wurde tiefergelegt, um die Toilette innerhalb des Wohnraums zu integrieren.
  • Das frühere Gästezimmer wurde zu einem Arbeits- und Gesprächsraum umgestaltet.
  • Ein Eisensessel aus dem «Raum der Winde» wurde durch einen Holzstuhl aus dem Südsudan ersetzt und in den Zaubergarten versetzt.
  • Die sieben Eisenskulpturen von John Odoch Amenyi wurden aus dem «Raum der Freundschaft» entfernt und in den Blumengarten vor dem Haus gestellt.
  • Im Farngarten wurde ein Sonnendach installiert.
  • Alle Räume wurden neu benannt, darunter:
    Der Zaubergarten, Raum des Jugendstils, Atrium, Pavillon des Plaisirs, Raum der Sinne, Raum der Schriften und Bilder, Raum der Wiedergeburt u.v.m.
  • Ende des Jahres erschien die gedruckte Broschüre „Führer durchs Haus der 57 Speere“.
  • Christian Grünig stellte seine Sommerwohnung im Erdgeschoss für die geplante «Artists in Residence» zur Verfügung. Ab Mai 2025 sollen erste Gäste einziehen – mit finanzieller Unterstützung durch die Association, Universitäten oder private Förderer.
  • Im Verlauf des Jahres besuchten über 400 Personen – einzeln oder in Gruppen – das Haus. Ein Gästebuch soll künftig an diese Begegnungen erinnern.

Arbeit an Büchern und Dokumentationen

  • Prof. Beckry Abdel Magid (Kibrit) setzt seine Bemühungen um die Neuausgabe des Buches Why Did You Come If You Leave Again? fort. Er führt die Verhandlungen mit dem Xlibris-Verlag und übernimmt sämtliche anfallenden Publikationskosten persönlich.
  • Die Dokumentation über die Geschichte und die verschiedenen Aktivitäten der Kwacakworo Association wird kontinuierlich weitergeführt.
  • Zur Bibliothek von Kwacakworo:
    Die Arbeiten an der Übersicht über Bücher und Musikaufnahmen sind vorläufig abgeschlossen. Erfasst wurden bislang die Bestände im Raum der Schriften und der Bilder sowie im Raum der Götter und Dämonen – weitere Katalogisierungen sind derzeit nicht geplant.

Mitglieder

Ende 2024 zählte die Association 42 aktive Mitglieder sowie 68 Donatorinnen und Donatoren – insgesamt also rund 100 unterstützende Personen.

Kwacakworo schenkte allen Mitgliedern einen von Simona Sabljo gestalteten Jahreskalender mit 13 seiner Anyuak-Fotografien. Das Porto für den Versand innerhalb der Schweiz wurde teilweise von der Association übernommen. Leider erreichten nicht alle Kalender ihre Adressaten.

Besonders erwähnenswerte Spenden kamen in diesem Jahr von seiner Schulfreundin Vreni Bachthaler (CHF 1’000) sowie erneut von Vorstandsmitglied Dr. med. Hans KSL Wehrli (CHF 250).

Wie schon im Vorjahr erhielten alle Mitglieder eine liebevoll gestaltete Weihnachtskarte von Joshua Verhoeven.

Verbindungen zum Südsudan

  • Die Kontakte zu Napoleon Adok Gai blieben sporadisch.
  • Am 9. Juli brachte Joane Holliger den südsudanesischen Friedensarbeiter David Vincent Nyuol nach Davos. David versprach, sich für die Gründung einer Association im Südsudan einzusetzen, und wurde als neues Vorstandsmitglied willkommen geheissen. Leider gelang es auch ihm (noch) nicht, die versprochene «Kwacakworo Association» im Südsudan zu gründen.
  • Michelle Klägers Masterarbeit über die materielle Kultur der Anyuak führte zu Kontakten mit zwei Anyuak-Organisationen im Südsudan. Auf Michelles Ersuchen hin wurden – mit Hilfe von Joane Holliger und dem EDA – drei Sets der Anyuak-Monographie von Kwacakworo (je 8 Bände) in den Südsudan geschickt. Die Kosten von 1’700 Franken für dieses Geschenk wurden nicht von der Association, sondern von Kwacakworo selbst getragen.
  • Am 19. Oktober besuchte Angelina Teny, Innenministerin der Regierung des Südsudans, Kwacakworo in Clavadel. Es kam zu einer kurzen Begegnung mit den Vorstandsmitgliedern Michelle Kläger, Ladina Alioth und Martina Holzach.

Finanzen