Verein
Lernen Sie das Kwacakworo Team kennen
Mitglieder und Gönner
Verbindungen zur Gemeinde Davos, zu Universitäten, Museen und weiteren kulturellen oder wissenschaftlichen Instituten
Verbindungen zur Gemeinde Davos
Auf Initiative von Ladina Alioth hält die Kulturkommission der Gemeinde Davos eine ihrer Sitzungen im Haus ab (am 8. Februar).
Das Gesuch um Unterstützung (von Ladina Alioth verfasst) bei der Kulturkommission ist erfolgreich: die Gemeinde wird die Kwacakworo Association dieses und nächstes Jahr (2025) mit 7000 Fr. unterstützen.
Während des Jahres 2024 wurde auch eine mögliche Übernahme des Haus Perner durch die Gemeinde (mit Landammann Philipp Wilhelm) ins Auge gefasst; der Entwurf eines Schenkungsvertrags der Gemeinde wurde schliesslich verworfen, obwohl den Bedürfnissen der «Kwacakworo Association» grosszügig entgegengekommen worden war. Nach reiflichen Überlegungen entschied Kwacakworo, seine persönlichen Verbindungen höher zu bewerten als die Beziehungen zu einem anonymen, von der Politik abhängigen Gebilde (wie es eine Gemeinde ist). Der Landammann zeigte grosses Verständnis für Kwacakworos Entscheid zugunsten einer von vertrauten Freundinnen oder Freunden verlässlich geführten, rein kulturell ausgerichteten Association.
Verbindungen zu Universitäten
Der Rektor der UZH, Prof. Michael Schaepman, besuchte Kwacakworo anlässlich des WEF 2024. Keine neuen Kontakte zum Ethnographischen Museum der Universität Zürich (vom Besuch des ehemaligen Kurators, Dr. Thomas Laely, im Januar 2024, abgesehen).
Dank den Verbindungen zur Universität Zürich und dem Völkerkundemuseum (Dr. Thomas Laely) kam es zur Einladung an eine junge Künstlerin aus Uganda, Maria Olivia Nakato; sie war vom Botanischen Garten der Universität für eine Ausstellung eingeladen worden und konnte ihren Aufenthalt in der Schweiz als erste Künstlerin die «Kwacakworo Residency» um fast drei Wochen verlängern. Der Besuch der an alpinen Heilkräutern interessierten Frau war für die Davoser Bevölkerung und Mittelschüler ein künstlerisch und menschlich unvergessliches Ereignis.
Verbindungen zu Museen
Im Hinblick auf eine für 2025 geplante Ausstellung im Ethnographischen Museum der Stadt Genf (MEG) über «Afrosonica» besuchten Madelaine Leclair und Raphaela Vonweichs vom Museum im März 2024 das «Haus der 57 Speere» in Davos und nutzten ihre Zeit für Diskussionen, einem Hausbesuch und andere Vorbereitungsarbeiten.
An der Ausstellung in Genf im Jahr 2025 wurden verschiedene der sich im Haus befindenden Objekte (Sanza, Tanzglocken usw.) gezeigt und z.T. auch im Ausstellungsbuch (s. S.106) oder als Karte veröffentlicht.
Verbindungen zum Südsudan
Wenige Jahre nach der dramatischen Rettung der 10’000 Kindersoldaten durch Kwacakworo hatte Napoleon Adok Gai Budice Jok (selbst ein ehemaliger Kindersoldat) die Idee, eine «Kwacakworo Foundation» zu gründen; mit Hilfe von Beiträgen der geretteten Kindersoldaten sollte es möglich werden, die Hinterlassenschaft von Kwacakworo zu bewahren. Dieses Projekt realisierte sich zunächst noch nicht, aber nach der Unabhängigkeit des Südsudans 2011 mit der Verleihung der Ehrenbürgschaft an Kwacakworo flammte die Idee einer Stiftung wieder auf und wurde von Napoleon Adok weiter verfolgt; Napoleon wurde Gründungsmitglied der 2023 in Davos ins Leben gerufenen «Kwacakworo Association». Das Ziel, die «Kwacakworo Association» auch im Südsudan zu verankern, bleibt bis heute bestehen.
Als Michelle Kläger, eine aus dem Kanton Ur stammende Studentin begann, ihre Masterarbeit an der Universität Zürich über die materielle Kultur der Anyuak zu schreiben, ergaben sich neue Verbindungen zum Südsudan, und Kwacakworos eigene Kontakte zu jungen Anyuak aber auch anderen Völkern des Südsudans erweiterten sich: Michelle Kläger (nun ebenfalls Vorstandsmitglied der Association), wurde (virtuell) bekannt mit Dr. Rebecca Lorins, einer amerikanischen Professorin an der Universität von Juba, mit dem Folkloristen Atem El-Fatih, die zusammen in Juba eine Likikiri Collective gerammte Organisation gegründet hatten, und mit Kwacakworos Anyuak Freund Amaliya Omot.
Likikiri setzt sich für kulturelle Belange ein, arbeitet mit Schulen und Universitäten zusammen, organisiert Anlässe wie Theater oder interkulturelle Dialoge und betreibt auch ein Programm über mündliche Literatur. (siehe ihre Webseite https://www.likikiri.org/).
Da Kwacakworos Anyuak achtbändige Monographie «The Anyuak – Living on Earth in the Sky» den Menschen im Südsudan nicht zur Verfügung steht, wurde Michelle Kläger um Hilfe gebeten: in der Folge kaufte Kwacakworo drei Exemplare der gesamten Monographie und machte sie den Südsudanesen zum Geschenk: dank der Vermittlung von Joanne Holliger wurden die 24 schwergewichtigen Bücher danach von Diplomaten der Schweizer Regierung nach Juba gebracht und von diesen danach an die Likikiri-Organisation, an die Anyuak Community und an die Universität Juba weitergegeben.
Im Juni 2024 wurde der Vorstand der «Kwacakworo Association» durch David Nyuol Vincent, einem Dinka aus Twic Mayardit, erweitert. Der Friedensarbeiter (und Verfasser des Buchs «The Boy who wouldn’t die») ist ein grosses Versprechen für das Weiterleben von Kwacakworos Einsatz für Menschenrechte, kulturelles Verständnis und Frieden auch in der jungen Generation von Südsudanesen. Zusammen mit Napoleon Adok Gai wird David Nyuol sich für die Gründung einer «Kwacakworo Association» im Südsudan einsetzen.
Finanzen
Finanzielle Unterstützung
- Die Kulturkommission der Gemeinde Davos sowie die Stiftung der Gebrüder Meule unterstützen die Davoser Aktivitäten der Assoziation.
- Das Amt für Kultur Graubünden hat eine Defizitgarantie zugesichert.
- Zusätzliche Mittel stammen aus Gönner- und Mitgliederbeiträgen.
Ausgaben 2024
- Die Ausgaben im Geschäftsjahr 2023/24 beliefen sich auf 12’768.30 Fr.
- Für den Anlass im Kulturzentrum wurden sieben Bilder (vom Fotografen Walter Dürst) vergrössert und ausgestellt (organisiert von Daniela Ambühl-Losa); eine der Fotografien wurde (an Sonja und Beat Gut) verkauft.
- Weitere Ausgaben betrafen die Getränke für die Besucher des «Tags der offenen Tür», den Anlass im Kulturzentrum Davos, sowie die Postgebühren für den Versand und der Kalender.
- Die Ausgaben von Beckry Abdel Magid (Neuausgabe des Buches) und von Kwacakworo (Investitionen und aufwendige Arbeiten im Haus und im Garten, Kauf von 3 Sets der Anyuak Monographie für den Südsudan, über 100 Jahreskalender als Geschenk an Mitglieder etc.) wurden von Kwacakworo bezahlt und der Association nicht belastet.
