Kwacakworo Residenz
Ein Ort für Rückzug, Austausch und schöpferisches Arbeiten
Residenz für Künstler:innen
Die Kwacakworo Association betreibt eine Residency im Haus der 57 Speere – einem einzigartigen Ort, der Kreativität und interkulturelle Begegnung ermöglicht.
Es steht eine separate Wohnung im Haus in Davos für Künstler:innen, Schriftsteller:innen und humanitäre Akteur:innen zur Verfügung. Der Aufenthalt soll nicht nur Rückzug, sondern auch Austausch mit der lokalen Gemeinschaft und dem Verein ermöglichen – etwa durch Lesungen, Workshops oder Präsentationen.
Die Residency versteht sich als Einladung an alle, die sich mit kultureller Vielfalt, Menschlichkeit, Frieden und Erinnerung künstlerisch auseinandersetzen.
Residence for Artists & Writers
Ein Ort für Rückzug, Austausch und schöpferisches Arbeiten
Separate Wohnung
im Haus der 57 Speere
Aufenthalt für Künstler:innen
und Schriftsteller:innen
Austausch
mit Gemeinde und Verein
Anmeldung
Anmeldungsformular
Künstler:innen, die die Residenz bewohnt haben
Dank dem Vorstandsmitglied der Association, Christian Grünig, der seine Wohnung in Davos gratis zur Verfügung stellte, konnte das geplante Programm einer «Kwacakworo Residenz» in Davos bereits 2025 gestartet werden.
Eine junge Malerin aus Uganda, eine erfahrene Lehrerin für traumatisierte Flüchtlinge aus Minnesota in den US und eine junge Dichterin und Friedensarbeiterin aus dem Südsudan bewohnten die Residenz für mehrere Wochen, um an ihren eigenen Projekten arbeiten zu können und dabei von der Davoser Landschaft inspiriert zu werden.
Alle drei Besucherinnen nutzten ihren Aufenthalt für Begegnungen mit der Bevölkerung von Davos, für Gespräche und für Besuche in der Mittelschule Davos und bereicherten so die kulturelle Landschaft der Davoser Bevölkerung.
Die Kwacakworo hofft auf weitere Unterstützung in den kommenden Jahren und freut sich auf den Besuch weiterer Künstlerinnen, Künstlern oder in der Friedensarbeit engagierten Personen.
Maria Olivia Nakato
Aus Uganda - 19. Juni bis 7. Juli 2025
Details
Informationen über Maria Olivia Nakato aus dem Internet
Maria Olivia Nakato ist eine aufstrebende Kuratorin beim Muumba Collective, das Raum für Experimente, Zusammenarbeit und Ausdruck für Nachwuchskünstler:innen schafft. Ziel ist es, interaktive Räume zu entwickeln, die Kunst als Mittel für individuelle Interpretationen auf Basis persönlicher Erfahrungen und Ideologien nutzen. Diese Räume sollen Gespräche zwischen Fremden anregen, Beziehungen inspirieren und Veränderungen bei Einzelpersonen und in Gemeinschaften bewirken.
Maria arbeitet derzeit an der Retrospektive Imparted Impressions von Mrs. Lydia Mugambi im Rahmen des Emerging Curators Program des Xenson Art Space, mit Mentoring durch Mr. Balimunsi Philip.
Ausserdem forscht sie zu Heilpflanzen und entwarf die Skulptur „Hibiscus“ als Teil ihrer Residency beim Kampala Art Festival 2024. Sie war Assistenzkuratorin für In the Midst in der Capsule Gallery in Nakasero sowie für in transit under another sky: a moving image exhibition im Afropocene Studio Lab in Kabalagala im August 2024.
Maria kuratierte zudem die Ausstellung By’abakaza in der Umoja Art Gallery zur Feier des Internationalen Frauentags 2024, die Ausstellung Dream Catcher im Kardamon and Koffee Café 2024 und sicherte 2023 Fördermittel für das Projekt Resilient Spirit vom kenianischen Braid Fund und Tica. Die in diesem Programm entstandenen Werke wurden in der Resilient Spirit-Ausstellung im Wild Coffee Bar präsentiert. Ausserdem förderte sie Partnerschaften für den Wall Mural Competition 2023, bei dem das Nzani Create Hub und das Muumba Collective finanzielle Unterstützung leisteten, während die Alliance Française Kampala und die Amasaka Gallery Preise in Form von Räumen für Pop-up-Gruppen- bzw. Einzelausstellungen bereitstellten.
Darüber hinaus veröffentlichte sie eine Rezension der Ausstellung send me in The East African Scene.
Aktivitäten während ihrer Residency in Davos
Exkursionen
Während ihres Aufenthalts in Davos suchte Maria nach Heilpflanzen und fand Inspiration in der Natur: Sie genoss den Davoser See, den Ausflug zum Flüelapass, die Wanderung vom Jakobshorn ins Sertigtal bis zum Sertiger Wasserfall sowie die Exkursion von Wiesen nach Filisur. Sie besuchte und arbeitete sogar in den botanischen Gärten der Schatzalp und fand dort neue Freunde, darunter Thomas Laely, Margrit Hänngi, Daniela Ambüjl-Losa, Ladina Alioth, Sandro Yanki, Maria Küchler, Janine Schweizer und Raphael Vonbüren, Maria Vonballmoos, Hélène Biannic und Patrice Lehmann aus Frankreich, Martin Schnebeli und seine Gärtner:innen der Schatzalp, Barbara Bachmann, Joshua Wada, Nicole Wantschina, Sonja und Beat Gut, Michelle Kläger, Uschi und Jean-Claude Cornut und viele weitere. Maria bedankte sich bei all diesen Freund:innen für die Freundlichkeit und Unterstützung, die sie während ihres Aufenthalts in Davos erfahren hatte (siehe ihren Dankesbrief).
Austausch mit den Menschen in Davos
Die Anwesenheit des ersten Gastes in der „Kwacakworo Residency“ wurde von den Menschen in Davos sehr geschätzt. Maria lud zu einem Abend im Haus ein, an dem sie über ihre Kunst, ihr Leben als junge Künstlerin in Uganda und ihre Visionen sprach. Ausserdem leitete sie drei Workshops (an der Oberstufe und im Kulturplatz), in denen die Teilnehmenden ihre Kunst kennenlernen und mitgestalten konnten: Pflanzen mit der blossen Hilfe der Sonne auf Papier oder Stoff zu projizieren. Die Davoser Zeitung stellte Maria Nakato in einem langen Artikel in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit (siehe KWACA Residency Interview DZ mit Maria Nakato).
Kwacakworo lädt ein
Zukünftig werden im «Haus der 57 Speere» an der Mattastrasse 3 immer wieder neue Gäste anzutreffen sein. Künstler, Wissenschaftlerinnen, Aktivisten oder Autorinnen erhalten von der Kwacakworo Association für einige Wochen Heimat. Damit sollen Brücken geschlagen werden – zwischen Kulturen, Generationen und Disziplinen. In den Bereichen Bildung, Kunst, kultureller Austausch und Friedensförderung sollen kreative Begegnungen ermöglicht und globale Perspektiven nach Davos gebracht werden. Das Haus soll ein Rückzugsort für kreatives Schaffen, Austausch und neue Impulse sein und sich langfristig zu einem Zentrum für kulturelle Innovation und nachhaltigem Denken entwickeln.
Heilpflanzen entdecken
Als Erste einer hoffentlich langen Reihe an «Artists in Residence» weilt noch bis Montag, 7. Juli, Maria Olivia Nakato da. Aus ihrem Projekt «Heritage of Healing» das sie gleichzeitig an der KLA ART, 32° East, einer Kunstausstellung in Kampala, Uganda, präsentierte, entstand eine Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Uni Zürich, bei der sie die Verwendung von medizinischen Kräutern und Heilpflanzen in der Schweiz verglich. Um diesen Teil der Arbeit abzuschliessen, ist sie nun in Davos und hofft, die in Zürich kennengelernten Pflanzen noch in der Natur zu entdecken. «Hier wird Löwenzahn als Salat gegessen, das käme bei uns nie jemandem in den Sinn», hat sie bereits entdeckt. Auch die Anwendung erstaunte sie: «Bei uns macht man einen Sud, hier einfach die Blätter der Pflanze und zerkaute sie.» In der Schweiz werden daraus aufwendige Tinkturen, Salben und andere Zubereitungen hergestellt.
Zyanotypie
Um die Pflanzen auch bildlich festzuhalten, arbeitet Nakato unter anderem mit Zyanotypie, also alte bildgebende Verfahren, bei denen mit Chemikalien und Sonnenlicht fotografische Abdrücke auf Papier oder Textil zu erstellen sind. Teil ihres Aufenthalts ist für Gäste im «Haus der 57 Speere» immer auch Austausch und Begegnung mit der hiesigen Bevölkerung. Nakato bietet daher am Montag, 5. Juli, um 13.30 Uhr auf dem Arkadenplatz einen Workshop an, bei dem Interessierte in Zyanotypie versuchen können. Denn für die Uganderin ist Ausbildung gut, es bei der Kunst auch immer um die Gesellschaft: «Kunst ist nie Selbstzweck und ein Geschenk für die Gemeinschaft. Darum müssen wir ihr etwas zurückgeben.»
Workshop
Marias Art
Margaret Trott
aus Winona, Minnesota, USA - 7.-23. August 2025
Details
Spaziergänge auf der Höhenpromenade, am Davoser See, am Sertig Wasserfall, auf dem Wiesner Viadukt, auf dem Flüelapass mit Jean-Claude Cornut, zwei Lektionen an der Mittelschule der SAMD, Welcome- Event im Farngarten, Einladungen zum Essen von Maria Küchler, Jean-Claude Cornut, Kwacakworo Association, Daniela Ambühl-Losa und Ladina Alioth, Maria von Ballmoos und (mehrmals) Kwacakworo. Begegnungen mit Sonja und Beat Gut, mit Amer Ajok und Marianne Adok aus dem Südsudan.
Artikel in der «Davoser Zeitung»
«Artist in Residence»
Im Rahmen des «Artist in Residence»-Programms der Kwacakworo Association ist ab Freitag, 15. August, Margaret Trott im Haus der 57 Speere zu Gast. Sie arbeitet seit 2010 als Lehrerin für Englisch und Schreiben und ist aktuell an der Winona Adult Literacy als Englischlehrerin, für die Winona State University und das Minnesota State College Southeast als Professorin für akademisches Lesen und Schreiben tätig. Während ihres Besuchs setzt sie ihre Forschung über traumainformierten Unterricht und bewährte Praktiken für die Arbeit mit traumatisierten erwachsenen Schülern im Englischunterricht fort.
Die Gäste der Kwacakworo Association erhalten jeweils die Möglichkeit, für einige Wochen oder Monate zu wohnen und zu arbeiten – sie erhalten einen Rückzugsort für kreatives Schaffen, Austausch und neue Impulse. Dabei sind sie offen für Kontakte mit der lokalen Bevölkerung.
Am Freitag, 15. August, ab 17 Uhr findet im Haus Perner, Mattastrasse 1, ein literarischer Abend mit Jürg Kesselring statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Gleichzeitig wird Margaret Trott im Rahmen eines Welcome-Apéros mit Grill begrüsst. Um Anmeldung unter info@kwacakworo.com
Minagano Kape
aus Südsudan, September/Oktober 2025
Details
«Südsudanesische Friedensberaterin und Dichterin zu Gast in Davos
Conradin Perner aka Kwacakworo darf einen sehr spannenden Gast empfangen. (mit Bild von Kwacakworo: DZ-Archiv)
Am 7. Oktober bringt die Friedensberaterin Minagano Kape ihre Erfahrungen nach Davos. In der Residency der Kwacakworo Association spricht sie über Frauen im Konflikt und liest eigene Gedichte. e | Am Dienstag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr lädt die Kwacakworo Association zu einem besonderen Abend ein: Minagano Kape, eine südsudanesische Expertin im Bereich Friedensförderung und Konflikttransformation ist zu Gast in der Residency der Kwacakworo Association. Minagano Kape arbeitet aktuell als Beraterin für Friedens Förderung und Konfliktlösung beim vom Vereinigten Königreich finanzierten Peacebuilding Opportunities Fund (POF) und war zuvor in verschiedenen Funktionen bei nationalen und internationalen Organisationen tätig. Minagano Kape widmet sich während ihres Aufenthaltes in der Residency des Haus Perners dem Schreiben und der Konzeption eines multimedialen Kunst Projekts, das sich – anhand von Geschichten und Gedichten – mit den Schnittstellen von Kunst und Frieden auseinandersetzt. Kape greift dabei auf Erfahrungen im Südsudan zurück, einem Land, das von Kon f likten, Widerstandsfähigkeit und einem reichen kulturellen Erbe geprägt ist. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Rolle der Frauen in Frieden und Konflikt. Die Kwacakworo Association lädt alle zu einem sehr besonderen Abend ein, an dem Minagano Kape nicht nur mehr über ihre Arbeit und ihren Werdegang erzählt, sondern auch einige ihrer Gedichte vorlesen wird, die von Konflikten, Heilung, Identität und Hoffnung erzählen.«

